Ausstellung Thomas Recker

Assemblage von Thomas Recker
Assemblage von Thomas Recker

Bis zum 26. April gibt es im Logenhaus eine Ausstellung mit Grafiken und Assemblagen des Bremer Künstlers Thomas Recker. Die Ausstellung ist geöffnet Freitags von 17 bis 19 Uhr und Sonntags von 15 bis 17 Uhr.

Thomas Recker wurde 1946 in Bremen geboren; 1968-74 Bildhauerstudium an der HfG Bremen bei Prof. G. Schreiter; seit 1974 Wettbewerbe sowie Freiplastiken und Wandgestaltungen/ Malerei im öffentlichen Raum;1978 Förderpreis der Stadt Bremen; 1989-98 Lehrauftrag an der HfK Bremen, FB Freie Kunst.

Ernst & Falk - Gespräche für Freymäurer

Bildnis von Gotthold Ephraim Lessing
Gotthold Ephraim Lessing

Am 3. Dezember um 20 Uhr werden die beiden Radiosprecher Hasso Henke und Klaus Nelhiebel mit ihren unverwechselbaren Stimmen das klassische Wechselgespräch "Ernst & Falk" darbieten.

"Auch ich war an der Quelle der Wahrheit und schöpfte. Wie tief ich geschöpft habe, kann nur der beurteilen, von dem ich die Erlaubnis erwarte, noch tiefer zu schöpfen. - Das Volk lechzet schon lange und vergehet vor Durst."

Mit diesen Worten widmet der Freimaurer Lessing seinem Herzog Ferdinand von Braunschweig, ebenfalls Freimaurer, die Schrift "Ernst & Falk". Es handelt sich um ein Wechselgespräch zwischen Falk, dem Freimaurer, und Ernst, seinem Freund und Nichtfreimaurer, über die Gesellschaft der Freimaurerei. Das Gespräch steckt voller hochinteressanter und überraschender Wendungen und beschreibt die humanitären Hintergründe dieses mittlerweile fast 300 Jahre alten Bruderbundes.

Auch heute noch hat das Zwiegespräch der beiden Freunde ungebrochene Aktualität. Nach wie vor ist die Freimaurerei in ihrem eigentlichen Wesen in der Bevölkerung nicht ausreichend bekannt. Lessing schuf mit diesem fiktiven Gespräch eine gelungene Möglichkeit, die Inhalte der Freimaurerei, die Begeisterung des einen, aber auch die Einwände des anderen auf eindrucksvolle und zugleich unterhaltsame Weise zu vermitteln.

Der Text wird gelesen von den beiden Bremer Rundfunkmoderatoren Hasso Henke und Klaus Nelhiebel. Beide haben diese Lesung schon mehrfach durchgeführt und haben jedes Mal ein hoch zufriedenes Publikum hinterlassen. Wir gehen davon aus, dass dies auch in Hoya so sein wird.

Im Anschluss lädt die Loge zu einem kleinen Umtrunk und steht für Fragen gern zur Verfügung.

Der Vortrag ist öffentlich, der Eintritt frei.

Objet trouvé und Surrealismus

Ein Bild von Dietmar Brandstädter
Ein Bild von Dietmar Brandstädter

Vom 3. bis 14. Dezember sehen Sie bei uns im Logenhaus Hoya, Deichstraße 3, eine kleine Ausstellung zum Thema "Objet truové". Die Ausstellungseröffnung ist am 3. Dezember um 19 Uhr - Sie sind herzlich eingeladen.

Objet trouvé ( franz. für„gefundener Gegenstand“ ) ist ein Kunstwerk, bzw. Teil eines Kunstwerks, das aus vorgefundenen Alltagsgegenständen oder Abfällen hergestellt wird. Readymades werden sie genannt, wenn der Künstler am vorgefundenen Objekt keine oder kaum Eingriffe vornimmt. Objet trouvé ist Anfang des vorigen Jahrhunderts erstmals von den Dadaisten genutzt worden. Der Gebrauch von trivialen Materialien und Gegenständen in neuen Sinnzusammenhängen sowie die Erhebung zum Kunstwerk hatte spielerische, anarchische und provokante Züge. Aber auch der Zahn eines Heiligen, hier als Reliquie bezeichnet, hat wohl ähnliche Bedeutung.

Der Surrealismus hat sich das Erbe dieser Anfänge einverleibt. Er ist eine Bewegung in der Kunst seit den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts, der versucht, jenseits des Realismus und der Logik Traumwelten und Unbewusstes zu heben, zu zeigen und ihre Bedeutung für die Menschen als ganz eigene Wirklichkeit näher zu bringen.

Die Wurzeln des Surrealismus aber liegen weit in den zurückliegenden Jahrhunderten: die Mystiker des Mittelalters, der Manierismus der Renaissance, die Darstellungen der Versuchung des heiligen Antonius in den Bildern der verschiedenen Kunstepochen, und nicht zuletzt der Einfluss von Drogen und Essenzen bei der Herstellung von Bildern, Erzählungen und Märchen.

Unsere Ausstellung soll eine kleine Begegnung mit der Welt des Surrealismus auf verschiedenen Ebenen anbieten.

Einführende Worte zur Ausstellungseröffnung von Dietmar Brandstädter.

Sturmlegende - Der Untergang der Pamir

Story im Nachrichtenmagazin SPIEGEL
Story im Nachrichtenmagazin SPIEGEL

Der erfolgreiche Autor präsentiert am 29. Oktober um 20 Uhr in einem spannenden Vortrag mit Beamer seine Recherchen zu seinem Tatsachenroman "Sturmlegende - die letzte Fahrt der Pamir".

Während der Recherche über Hintergründe und Ursachen, die zur Kenterung der PAMIR am 21. September 1957 führten, stieß Soyener im Juni 2006 auf Akten, die aus der Anwaltskanzlei der Rechtsvertreter der ehemaligen Korrespondentreederei Zerssen & Co sowie der Stiftung PAMIR und PASSAT stammen. Protokolle, Kapitänsberichte und Briefe beweisen, dass die letzte Reise der PAMIR unter hohem Risiko für Schiff und Besatzung stattfand. Die Verantwortlichen wussten es besser und schwiegen. Reederei und Stiftung hatten aber bereits vor der letzten Fahrt Kenntnis über mangelnde Kompetenz der Schiffsführung und über gravierende Mängel am Schiff. Die vorliegenden Unterlagen waren auch nicht Gegenstand der Seeamtsverhandlung in Lübeck im Januar 1958 und sind bislang von keinem Journalisten/Autor ausgewertet worden.

Vorstandsprotokolle, Bilanzen, Kapitänsberichte und Briefe beweisen, dass die 6. Reise der PAMIR unter höchstem Risiko für Schiff und Besatzung stattfand. Fahrlässigkeit ist nachweisbar. Die Verantwortlichen wussten es und schwiegen. Reederei und Stiftung stellten bereits vor der letzten Fahrt die unzureichende Kompetenz der Schiffsführung fest und unterließen Werftarbeiten, um gravierende Mängel am Schiffsrumpf und den Aufbauten zu beseitigen. Die Fakten und Konsequenzen aus diesen Dokumenten sind in Soyeners Roman eingeflossen. Der Autor präsentiert mit Unterstützung von Powerpoint und Beamer die bestürzenden Inhalte der Protokolle, Kapitänsordern und Briefe.

Die PAMIR hätte unter diesen Bedingungen diese Reise nie antreten dürfen. Der Rumpf und das Mittschiff der PAMIR waren stark von Korrosion befallen. Eine bankrotte Stiftung, unsachgemäß geschüttete Gersten-Fracht, eine mehr als fragliche Auswahl des Kapitäns, unerfahrene nautische Offiziere, teilweise Überalterung der Stammbesatzung und der Mangel an gut ausgebildeten Matrosen schafften die Voraussetzungen für das Desaster. Die inkompetente Schiffsführung segelte mit einer unerfahrenen Kadettencrew die PAMIR konsequent in den Hurrikan „Carrie“.

Die Kenterung der PAMIR ist daher der Endpunkt von Fehlern, die allesamt im Vorfeld hätten vermieden werden können. Während der Seeamtsverhandlung führten Gutachter das Wort, die die Schuldfrage nicht zu klären hatten. Diskutanten mit Diplomen und Zertifikaten aus den Lagern der Reeder, der Funkergilde, von Meteorologen und Juristen.

Ein zivilgerichtliches Verfahren hätte mehr Licht ins Dunkel getragen. Die Angehörigen der Toten und die Überlebenden hätten ein Anrecht darauf gehabt. Stattdessen kreisen die Schuldzuweisungen seit 50 Jahren.

Von den 86 Besatzungsmitgliedern blieben 80 auf See. Durch eine beispiellose Rettungsaktion der internationalen Schifffahrt konnten nur sechs Besatzungsmitglieder gerettet werden.

Konkrete Kunst und Konstruktivismus

Bauhaus-Stuhl
Bauhaus-Stuhl

Am 8. Oktober um 19 Uhr startet bei uns eine kleine Ausstellung, die sich dem Thema "Konkrete Kunst und Konstruktivismus" widmet. Zu dieser Veranstaltung sind Sie herzlich eingeladen.

Konkrete Kunst – dieser Begriff wurde 1924 von dem Künstler Theo van Doesburg geprägt.

Bedeutende künstlerische Bewegungen der 20er Jahre liefen parallel zum Aufkommen der konkreten Kunst. Russische Avantgarde, Bauhaus in Weimar, Folkwangschule in Essen, etc.. Die alten Konzepte der Kunstakademien wurden in Frage gestellt.

„Wir sehen die Zeit der reinen Malerei voraus. Denn nichts ist konkreter, wirklicher, als eine Linie, eine Farbe, eine Oberfläche. Konkrete und nicht abstrakte Malerei. Denn der Geist hat den Zustand der Reife erreicht. Er braucht klare, intellektuelle Mittel, um sich auf konkrete Art zu manifestieren. Die Farbe ist die Grundsubstanz der Malerei. Sie bedeutet nur sich selbst. Jedes Bild ist ein Farbgedanke.“ Konkrete Kunst nimmt für sich in Anspruch im eigentlichen Sinn nicht abstrakt zu sein, da sie nichts in der materiellen Realität Vorhandenes abstrahiert, sondern im Gegenteil Geistiges materialisiert, keinerlei symbolische Bedeutung besitzt und mehr oder weniger rein durch Farbe, geo-metrische Konstruktion erzeugt ist.

Konstruktivismus unterscheidet sich unter Anderem im Wesentlichen von der konkreten Kunst durch die Erweiterung in der Anwendung z.B. der Architektur und dem Design.

Bis in die Gegenwart sind beide Kunstrichtungen wirksam. Moderne Grafik, Architektur, Industriedesign etc. orientieren sich an den Grundlagen dieser Kunstrich-tungen.Unsere kleine Ausstellung soll Rückblick und Gegenwartsschau in Einem sein.

Einführende Worte zur Ausstellungseröffnung von Dietmar Brandstädter.

Ausstellung Landschaften und Räume

Einladungskarte zur Ausstellung
Einladungskarte zur Ausstellung

Vom 27. März bis zum 13. April findet in den Räumen der Freimaurerloge St. Alban zum Æchten Feuer eine Ausstellung mit Aquarellen des Bremer Künstlers Uwe Riedel statt.

Im Mittelpunkt der Bilder des Malers Uwe Riedel steht die Landschaft – in ihren unterschiedlichsten Erscheinungsformen. Ein Dorf in den Bergen, eine Flussniederung, eine Allee -- seine Bilder sind mehr als objektives Abbild, sie sind einer Transformation unterzogen und zu köstlicher Malerei geworden. Dennoch bleiben sie dem Sujet verhaftet, italienische und südfranzösische Landschaften in denen die Sonne sich wiederspiegelt, norddeutsche Flussniederungen mit ihren geheimnisvoll anmutenden Schatten und Horizonten. Die Häuser am Berghang in mediterraner Landschaft atmen die Wärme der Sonne aus. Sie stehen wie aus dem Berg gewachsen beieinander, haben eine lange Geschichte. Immer sind es Landschaften in denen der Mensch gegenwärtig ist, nur er selber ist nicht zu sehen.

Diese Landschaften, in denen der Künstler liest und angekommen ist, hier spürt man die tiefergehende Beziehung die zu solchen Bildern führt, sich vermitteln kann. Von diesen Bildern geht eine Verführung aus – Seelenver-wandschaft mit dem Künstler und Landschaften, die wir so noch nicht gesehen haben, die uns aber berühren, weil sie in uns zu Hause sind.

Die Ausstellungseröffnung ist am 27. März um 19.30 Uhr, Besucher sind herzlich eingeladen. Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind Freitags von 17 bis 19 und Sonntags von 16 bis 18 Uhr.

Vortrag: Mit Freude Gutes tun

Logo der Bürgerstiftung
Logo der Bürgerstiftung

Die „Bürgerstiftung Landkreis Nienburg“ referiert am Mittwoch, den 19. März um 19.30 Uhr im Hause der Freimaurerloge Hoya über die Möglichkeiten, sich für soziale und karitative Belange zu engagieren.

Auf Einladung der Freimaurerloge „St. Alban zum Æchten Feuer“ informiert die „Bürgerstiftung Landkreis Nienburg“ über ihre Arbeit und die Möglichkeiten für jedermann, sich im Landkreis mit einem guten Gewissen und Freude für lokale karitative, soziale und kulturelle Zwecke einzusetzen.

Die Bürgerstiftung im Landkreis Nienburg ist eine Stiftung von Bürgern für Bürger. Sie führt Menschen zusammen, die als Stifterinnen und Stifter sowie als Spenderinnen und Spender die Bürgerstiftung in die Lage versetzen, soziale Projekte im Landkreis Nienburg zu fördern und damit einen Beitrag für die wachsenden Probleme in unserer Gesellschaft zu leisten.

Die Bürgerstiftung im Landkreis Nienburg ist überparteilich und offen über konfessionelle Grenzen hinweg. Ihr Engagement basiert auf den humanen Werten von Freiheit, Offenheit, Toleranz und Solidarität, die ebenso in den Grundrechten unserer Verfassung niedergelegt sind wie die Überzeugung, dass Eigentum verpflichtet.

Die Stiftung bemüht sich um die Kooperation zwischen Organisationen und Einrichtungen, die ebenfalls die Zwecke der Bürgerstiftung verfolgen, sie vergibt Stipendien, Beihilfen oder ähnliche Zuwendungen zur Förderung der Aus- und Fortbildung. Konkrete Projekte sind beispielsweise die Unterstützung der Nienburger Tafel, eine Ausstellung im Rahmen eines Jugendprojektes über die Kriegs- und Nachkriegsgeschichte, Kinderpatenschaften im Landkreis, Wandgestaltung in einer Arrestanstalt, Sanierung des Nienburger Bürgerparks, Sprachförderung und viele weitere kleinere Projekte.

Über die unterschiedlichen Projekte, den Bedarf im Landkreis und die Möglichkeiten der Unterstützung möchte die Bürgerstiftung am kommenden Mittwoch um 19.30 Uhr informieren und sich den Fragen der Besucher gerne stellen.

Gelungener Vortrag "Freimaurerei und Frauen"

Vortrag von Freimaurerinnen
Vortrag von Freimaurerinnen

Die Freimaurerloge "St. Alban zum Aechten Feuer" in Hoya hatte zu einem Vortragsabend "Freimaurerei und Frauen" eingeladen und traf auf ein großes Interesse. Viele Frauen informierten sich über das Thema und nicht wenige bekundeten ein persönliches Interesse.

Etwa 40 Gäste, vorwiegend Damen, lauschten dem Vortrag der beiden Referentinnen Inge Wendt, Meisterin vom Stuhl der Frauenloge "Zum Granatapfel" in Hannover sowie Renate Schatzke-Bienert, Rednerin der gleichen Loge. Nachdem Frau Wendt zunächst einen kurzen Abriss über die Geschichte der hannoverschen Frauenloge gab, berichtete Frau Schatzke-Bienert über die Freimaurerei im Wesentlichen sowie über die Besonderheiten der femininen Logen, Aufgaben von Freimaurerinnen und Freimaurern sowie die Möglichkeiten einer Mitgliedschaft.

Wie auch bei den Männern gliedert sich die Freimaurerei in drei Erkenntnisstufen Lehrling, Geselle, Meister. Überhaupt sind die Zielsetzungen - Toleranz, Freiheit, Brüderlichkeit bzw. Schwesterlichkeit und die Erziehung hierzu - die gleichen wie bei den traditionellen Männerlogen. Einige Fragen aus dem Publikum zeigten, dass der Vortrag die Anwesenden doch erheblich zum Nachdenken angeregt haben.

Bei den nachfolgenden Gesprächen in kleineren Kreisen ging es dagegen sehr lebhaft und interessiert zu. Sowohl die referierenden Damen wie auch die anwesenden Freimaurer der Männerloge mussten zu vielen Aspekten der Maurerei Auskunft geben. Das Interesse der anwesenden Damen und Herren war groß.

Aus diesem Grunde wird die Loge ihre Unterstützung für eine vielleicht einmal anstehende Gründung einer Frauenloge bei weiterhin bestehendem Interesse gerne weiterführen, auch die Frauenloge in Hannover steht für eine Begleitung zur Verfügung. Die Loge "St. Alban zum Aechten Feuer" wird möglicherweise einen Gesprächskreis für Frauen einrichten und bittet entsprechend interessierte Damen, sich per E-Mail unter mvst(at)loge-hoya.de oder telefonisch unter 04251-92330 zu melden, damit sie in eine Einladungsliste aufgenommen werden können.

Interne Lichteinbringung mit vielen Brüdern

Festlicher Akt der Lichteinbringung
Festlicher Akt der Lichteinbringung

Über 230 Freimaurer aus ganz Deutschland, Nachbarländern und sogar aus den USA waren anwesend, als die Hoyaer Loge St. Alban zum Aechten Feuer am 24. März im Kulturzentrum Martinskirche in einem feierlichen Festakt ihre Selbstständigkeit als "gerechte und vollkommene" Loge erhielt. "Gerecht" ist sie, weil sie den inhaltlichen und rituellen Voraussetzungen der deutschen Großlogen und der United Grandlodge of London entspricht, "vollkommen", weil sie die erforderliche Anzahl an Mitgliedern erreicht hat.

In einem etwa zweieinhalbstündigen rituellen Festakt brachte die Großloge das symbolische Licht ein - mit genau der Kerze, mit der 1933, zwei Jahre vor dem Verbot der Freimaurerei durch die Nationalsozialisten, das maurerische Licht ins Ausland gerettet wurde. Nach der Einbringung des Lichtes wurde die rituelle Arbeit vom Großmeister an den Meister vom Stuhl übergeben, der den weiteren Verlauf des Rituals mit seiner Loge durchführte.

Nach der Veranstaltung im Kulturzentrum Martinskirche trafen sich noch rund 170 Brüder im Lindenhof, um mit einer rituellen Tafelloge bei gutem Essen, Ansprachen und Grüßen die Feier fortzusetzen.

Großmeister trägt sich in das Goldene Buch ein

Der Großmeister Jens Oberheide
Der Großmeister Jens Oberheide

Auf Bitten der Stadt Hoya trug sich am Samstag vormittag, unmittelbar vor dem eigentlichen und internen Festakt der Freimaurer, der Großmeister Jens Oberheide in das Goldene Buch der Stadt Hoya ein. Anwesend waren als Verteter der Stadt der stellvertretende Bürgermeister Günther Schwarze, der stellvertretende Samtgemeindedirektor Rolf Walnsch sowie die Fraktionsvorsitzenden Peter Steinbach (CDU) und Arne-Hendrik Meyer (SPD), für die Freimaurer der Großmeister Jens Oberheide, stellvertretender Großmeister Helmut Schlund, Distriktsmeister Jens Wolfgramm sowie der Meister vom Stuhl Carlos Urban.

Lichteinbringung sehr gelungene Veranstaltung

Gut besuchte Veranstaltung im Kulturzentrum Martinskirche
Gut besuchte Veranstaltung

Am 23. März lud die Loge zu einem öffentlichen Festakt in das Kulturzentrum Martinskirche ein. Über einhundert Gäste konnten zu einem gelungenen Abend vom Meister vom Stuhl (Vorsitzendem), Carlos Urban, der Loge begrüßt werden.

Nach einer kurzen Einführung durch den Meister vom Stuhl in die Geschichte der Loge seit 1786 und einem Rückblick in die jüngere Geschichte der vor zwei Jahren begonnenen Wiedergründung richtete der Großmeister der Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland, Jens Oberheide, ein Grußwort an die Stadt und an die junge Loge. Beiden wünschte er ein erfolgreiches und angenehmes Miteinander. Diesem Wunsch schloss sich der stellvertretende Bürgermeister Günther Schwarze in seinem Grußwort an die Freimaurer an. Beide lobten den Mut und das Engagement der Hoyaer Logenbrüder, die traditionelle Hoyaer Freimaurerloge wieder aufleben zu lassen.

Am Schluss hielt der Großredner der Großloge, Burkhardt Gorissen, einen mit starkem Beifall bedachten Vortrag über das Wesen der Freimaurerei. Umrahmt wurde das Programm vom hervorragenden Pianisten Ingo Dannhorn, der mit einem etwa einstündigen klassischen Musikprogramm die Anwesenden in seinen Bann zog.

Gäste und anwesende Freimaurer waren mit der Veranstaltung gleichermaßen zufrieden und hoffen, diesen Erfolg fortsetzen zu können.

Freimaurerloge auf gutem Kurs

Unser Clubraum
Unser Clubraum

Nach der gelungenen Lichteinbringung (siehe Archiv) befindet sich unsere Loge weiter auf einem guten Kurs. Die Zahl der Mitglieder steigt ständig und der Zusammenhalt ist hervorragend.

Wenn Sie Fragen zur Freimaurerei haben, können Sie uns einfach ansprechen und sich bei ernsthafterem Interesse zu Gästeabenden einladen lassen.Dort erfahren Sie mehr über das Wesen der Freimaurerei und können mit den Mitgliedern der Loge ins Gespräch kommen. Nach einem Vorgespräch nehmen wir interessierte Herren gerne in unsere Gästeliste auf. Wann die monatlichen Gästeabende stattfinden, können Sie unserem Arbeitsplan entnehmen, zu einem Gästeabend anmelden können Sie sich hier.

Wir empfehlen Ihnen überdies unseren Newsletter, in dem wir gelegentlich über Neuerungen in der Loge und insbesondere über öffentliche Veranstaltungen informieren. Ihre Mailadresse wird absolut vertraulich behandelt, nicht an Dritte weitergegeben und Sie können sich jederzeit vom Newsletter wieder abmelden.

Ausstellung "Über-Lebensmittel-Kunst"

Der Künstler in jungen Jahren
Der Künstler in jungen Jahren

„Das soll Kunst sein?" – „Da will uns jemand auf den Arm nehmen!" – „Das kann doch kein Mensch verstehen!" – So oder ähnlich lauten Kommentare, meistens hinter vorgehaltener Hand, wenn es um zeitgenössische Kunst geht.

Gelegentlich wird dann der Wunsch geäußert, ob es nicht die Möglichkeit einer Einführung in zeitgenössische Kunst gibt, damit man einen Einstieg bekommt. Wir wollen dies versuchen – und zwar mit einer Ausstellung.

Dazu wird der autobiografische Weg eines Künstlers gewählt. Es werden durch Texte begleitete Exponate gezeigt, wir begleiten den Künstler Dietmar Brandstädter von der Kindheit bis heute – seinen Hintergrund, seine Obsessionen, seinen Hintergrund, wir begegnen dabei nicht nur ihm, sondern auch anderen Künstlern – berühmt und weniger berühmt - und wir können einen kleinen Einblick in seine Privatsphäre erhalten, die Welt der Kunst – oder seiner Kunst – als eines der letzten großen Abenteuer kennenlernen. Ein „Über-Lebensmittel-Kunst".

Die ausgestellten Arbeiten sollen Interesse wecken, dem eigenen Lebensgefühl entsprechen, schlicht gefallen, d.h. dem ästhetischen Empfinden nahe sein. Sie können aber auch provozieren, in ihrer Fremdartigkeit mit neuem oder altem kulturellen Hintergrund konfrontieren. Eine Ausstellung kann der Prüfstein sein für Offenheit, das Einlassen auf das Fremde. Kurzum: ein mediales Ereignis, Auslöser für Kommunikation.

Die Ausstellungseröffnung ist am 18. November um 16 Uhr. Die Ausstellung läuft bis zum 2. Dezember und hat geöffnet Freitags 17 bis 19 Uhr und Sonntags 16 bis 18 Uhr. Alle Termine sind öffentlich.

Frauen und Freimaurerei

Das Plakat zur Veranstaltung
Das Plakat zur Veranstaltung

Frauen und Freimaurerei – passt das zusammen? Logen sind doch traditionell eine geschlossene Gesellschaft nur für Männer. Nicht ganz, wie ein Vortrag in Hoyas Freimaurerloge „St. Alban zum Aechten Feuer“ am 24. Oktober um 19 Uhr zeigen wird. 

Seit hunderten von Jahren sind die Freimaurerlogen den Männern vorbehalten. Die seit 1723 geltenden Gesetze, niedergeschrieben in London als die „Alten Pflichten“ schreiben dies vor: „Die als Mitglieder einer Loge aufgenommenen Personen müssen gute und aufrichtige Männer sein, von freier Geburt, in reifem und gesetztem Alter, keine Leibeigenen, keine Frauen, keine sittenlosen und übel beleumdeten Menschen, sondern nur solche von gutem Ruf.“ 

Nun muss man zwar die Zeit verstehen, in der diese „Alten Pflichten“ entstanden sind, aber rechtfertigt dies, die Logen den Männern vorzubehalten. Es gibt viele gute Gründe, die dafür sprechen, sagen sogar die maurerisch tätigen Frauen. Es gibt deshalb aber keinen Grund, dass Frauen nicht Freimaurerinnen werden dürften. Deshalb gründete sich bereits vor 25 Jahren die „Frauen-Großlogevon Deutschland“ mit Unterstützung der humanitären Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland, damals noch unter dem Namen „Zur Humanität“.

Die Ziele der Freimaurerinnen-Logen sind die gleichen wie die der maskulinen Logen, wie dies in den Leitgedanken dokumentiert ist: „Als Glieder eines ethischen Bundes treten die Freimaurer für Menschlichkeit, Brüderlichkeit, Toleranz, Friedensliebe und soziale Gerechtigkeit ein. Als Gemeinschaft brüderlich verbundener Menschen ist die Loge Übungsstätte dieser Werte.“ Der einzige Unterschied ist: in den Logen bleiben Männer und Frauen jeweils unter sich.

Warum dies so ist und viele andere Fragen rund um Freimaurerei (für Frauen) erklären am 24. Oktober mehrere Freimaurerinnen der hannoverschen Frauenloge „Zum Granatapfel“: die Rednerin als Referentin, begleitet von der Meisterin vom Stuhl (Vorsitzende) und der ersten Aufseherin (stellvertretende Vorsitzende).

Im Rahmen der vielfältigen öffentlicher Veranstaltungen, Ausstellungen und Vorträge der 1786 in Hoya gegründeten und 2004 wiederbegründeten Loge „St. Alban zum Aechten Feuer“ kam immer wieder die Frage interessierter Damen, ob und wie sie denn selbst Freimaurer werden könnten. Bisher mussten wir an weiter entfernte Frauenlogen verweisen, machen mit diesem Vortrag aber unser Versprechen wahr, den hiesigen Damen das Thema näher zu bringen und vielleicht eine Möglichkeit zu schaffen, in einigen Jahren vor Ort maurerisch zu arbeiten – sei es in einer Loge oder einem sogenannten „Zirkel“. Die traditionelle Loge ist beim Aufbau gern behilflich, der Aufbau selbst muss aber durch interessierte Damen geschehen. Der Vortrag kann dazu ein erster Schritt sein.

Herzlich eingeladen sind alle an der Freimaurerei interessierten Damen und Herren, uns anlässlich des Vortrages der hannoverschen Frauenloge am 24. Oktober 2007 um 19 Uhr in unseren Logenräumen in der Deichstraße 3 in Hoya zu besuchen.

Austellung Luis Camnitzer "ZANOOBIA"

Das Plakat zur Ausstellung
Das Plakat zur Ausstellung

Die Freimaurerloge "St. Alban zum Aechten Feuer" wird ihre Ausstellungsreihe internationaler Kunst im September mit der Rauminstallation "Zanoobia" fortsetzen. Die Eröffnung ist am 30. September.

Luis Camnitzer gilt als herausragender Vertreter einer politischen, im Spannungsfeld zwischen Lateinamerika und den USA angesiedelten Konzeptkunst. Erst jüngst hat sein Werk in Deutschland auf der Documenta 11 in Kassel große Aufmerksamkeit erfahren. Der seit 1964 in New York lebende Camnitzer, der sich selbst einmal als Künstler mit einer Vision für eine gerechte Welt bezeichnet hat, wurde 1937 in Lübeck geboren. Gut ein Jahr später emigrierte seine Familie nach Südamerika. Sein Werk ist von der Sympathie für revolutionäre Bewegungen Lateinamerikas geprägt. Camnitzers Kunst erschließt politische Geschichte von menschlicher Unterdrückung, Gewalt und Folter. In seinen Installationen werden Leid und Opfer Lateinamerikas, die Umweltkatastrophe des Schiffes "Zanoobia" oder der technische Perfektionswahn im Holocaust in der Installation "Patentanmeldung" in unser Bewusstsein zurückgerufen und aktualisiert.

Luis Camnitzer entwirft mit spärlichen Erzählmitteln vielschichtige Deutungsmöglichkeiten, die die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung des Künstlers genauso implizieren wie sie gleichzeitig unsere Aufmerksamkeit auf die inhumanen, teilweise barbarischen Konsequenzen von Geschichte und Politik infolge hegemonialer Bestrebungen lenken. Camnitzers besondere Leistung besteht darin, politisches Engagement in die Konzeptkunst eingeführt zu haben, die im New York der 1960er Jahre eher apolitisch ausgerichtet war. Camnitzers künstlerische Wurzeln sind aber auch in einer europäischen Verknüpfung von Poesie und Kunst zu suchen. So kombiniert er die Intensität und Eindruckskraft bildhafter Formulierungen mit der reflektierenden Funktion der Sprache und einem Anflug von Surrealität. Zugleich kommen die Werke in der Präzision des Aufgearbeiteten dem Stil der kriminalistischen Reportage nahe.

"Zanoobia" gehört zu den großen Rauminstallationen Camnitzers. Sie besteht aus einzelnen kleinen und größeren Objekten. "Zanoobia" bezieht sich auf einen Umweltskandal, der in den 1980-er Jahren durch die Medien ging: Im Februar 1987 läuft aus dem italienischen Hafen Marina di Carrara die Lynx unter maltesischer Flagge aus. An Bord hat sie -- untergrbracht in mehr als 10.000 Metallfässern -- 2.076 Tonnen Chemiemüll, die in der afrikanischen Wüste vergraben werden sollen. Da dies von den Behörden in Dschibuti verboten wird, lagern die Fässer monatelang an Land (in Caracas, Venezuela und Tartus, Syrien) und teils auf See, bis sie im März 1988 in sehr bedenklichem Zustand an Bord der Zanoobia, einem Schiff unter syrischer Flagge, gebracht werden. Im April 1988 versucht die Zanoobia, den Giftmüll wieder in Marina di Carrara zu entladen, erhält jedoch keine Erlaubnis. Experten werden in Schutzanzügen per Hubschrauber eingeflogen -- die Besatzung erhält jedoch keine Schutzkleidung und darf auch nicht von Bord, obwohl sie Anzeichen von schwerer Vergiftung zeigt. Im August 1988 können die Fässer schließlich in Genua entladen werden. Doch Anlagen für eine Verbrennung der giftigen Abfälle gibt es in Italien nicht.

Camnitzers wie Strandgut wirkenden Objekten ist wenig von dem skandalösen Vorfall zu entnehmen, doch weist vieles auf eine traumatische Situation hin, auf eine Verschiebung der Wahrnehmung, und reflektieren die Situation der auf dem Schiff festgehaltenen Besatzung. Verzweiflung und Leere strahlen auch beiläufige Dinge aus: die Klinge eines großen Messers trägt eine lange Strichliste, das Pin-Up-Foto von Marilyn Monroe ist mit einem Rahmen aus Zigarettenkippen verziert und weist "Brandwunden" auf, und statt der Route ist auf der Seekarte ein elipsenförmiges Muster mit dem Spyrographen eingezeichnet.

Ausstellungseröffnung am 30. September 2007 um 16 Uhr. Öffnungszeiten Freitags von 17 bis 19 Uhr, Sonntags von 16 bis 18 Uhr. Alle Veranstaltungen sind öffentlich.

Vortrag über Jakobsweg

Wanderer auf dem Jakobsweg
Wanderer auf dem Jakobsweg

Spätestens nach dem Bestseller „Ich bin dann mal weg“ des Fernsehunterhalters Hape Kerkeling ist der Jakobsweg, ein Jahrhunderte alter Pilgerweg im Norden Spaniens vielen Menschen bekannt.

Viele Erwartungen verknüpfen sich für die Menschen, die den langen Weg gehen mit dem Jakobsweg: Zur Ruhe kommen, Heilung von Krankheiten, Besinnung, Selbstfindung – oder einfach Erholung, eine alternative Form des Urlaubs, sportliche Herausforderung.

Andreas Ruh, Pastor in Hoya, ist diesen Weg vor einiger Zeit gegangen. Nachdem er in seiner Kirchengemeinde bereits über seine Erlebnisse berichtet hatte, konnte auch die Loge in Hoya ihn gewinnen, einen Vortrag zu halten. Am kommenden Freitag um 20 Uhr wird er im Logenhaus in der Deichstraße 3 über seine Erlebnisse und Erfahrungen in Wort und Bild berichten. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Im Vorfeld der Veranstaltung gab es mehrfach die verwunderte Frage: warum in einer Loge über einen religiösen Pilgerweg referiert wird. Die Antwort ist einfach: Humanitäre Freimaurerei, die selbst keine Religion ist, verhält sich gegenüber den Religionen völlig neutral. Aber die Suche nach Lebenssinn, Selbsterkenntnis, Erkennen von humanitären und ethischen Grundwerten sind, wohl verstanden, ein verbindendes Element, das auch Freimaurer antreibt. Der „Weg“ kann für jeden Menschen ganz anders aussehen. In jedem Falle ist es spannend, mögliche Wege kennen zu lernen.

Freitag, 22. Juni 2007 um 20 Uhr im Logenhaus Hoya, Deichstraße 3. Der Vortrag ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Öffentlicher Festakt am 23. März

Der Großmeister Jens Oberheide
Der Großmeister Jens Oberheide

Die Hoyaer Freimaurerloge wurde vor etwa zwei Jahren als eine Tochterloge einer bremischen Loge wiederbegründet. Nach einer sehr erfolgreichen Startphase wird sie nun in die Selbstständigkeit entlassen. Dies wird u.a. mit einem öffentlichen Festakt am 23. März um 20 Uhr im Kulturzentrum Martinskirche in Hoya gefeiert, zu dem die Loge herzlich einlädt.

Sein Kommen zugesagt hat u.a. der Großmeister der „Großloge der Alten Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland“ mit Sitz in Berlin, der ein Grußwort an die junge Loge halten wird. Zusätzlich wird der „Großredner“ der Großloge über die Freimaurerei als Wirkungsstätte für Toleranz und Humanität referieren.

Umrahmt wird das Programm durch den großartigen Münchner Pianisten Ingo Dannhorn, über den sich in der nationalen wie internationalen Presse begeisterte Sätze lesen lassen wie „Ein pianistischer Gipfelstürmer“ (Augsburger Allgemeine), „überwältigte das Publikum durch überschäumende Freude und Lust am Spiel“ (Eynmyong, Seoul), „exzellenter Interpret mit furioser Technik und mitreißendem Rhythmus“ (Corriere Adriatico) oder „Ein Künstler und Musiker, dem ich zujubeln muss!“ (The Australian). Wirklich auf den Punkt bringt es aber der verblüffend einfache Kommentar der WAZ: „Der Mensch ist ein begnadeter Pianist“.

Ingo Dannhorn hat bereits eine Beziehung zur Stadt Hoya: das Bildmaterial für seine Internetseite und Pressemappe wurde im besonderen Ambiente des Kulturzentrums Martinskirche aufgenommen, wie man auf seiner Internetseite www.ingo-dannhorn.de sehen kann.

In der kurzen Zeit ihres Wirkens hat die Loge bereits mehrere öffentliche Veranstaltungen in Form von Vortragsabenden mit eigenen wie auch Gastrednern veranstaltet, es fanden bereits mehrere Ausstellungen statt und für Informationsabende in Zusammenarbeit mit den umliegenden Volkshochschulen wurden bereits mehrfach die Räume geöffnet. Die Hoyaer Loge zeigt damit nicht nur, dass die Freimaurer kein Geheimbund sind, wie oft fälschlich angenommen – wohl aber eine vertrauliche Gemeinschaft. Sie zeigt auch, dass sie Kunst, Kultur und Gemeinschaft als wichtige Aufgaben einer Loge ansieht und dies auch in der Zukunft weiterführen möchte.

Der öffentliche Festakt mit dem hochkarätigen Klavierkonzert ist ein vorläufiger Höhepunkt im Wirken der Loge, mit der sie – zusammen mit hoffentlich vielen Besuchern – ihre bisherige erfolgreiche Arbeit feiern möchte. Der Festakt am 23. März um 20 Uhr im Kulturzentrum Martinskirche ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

>Drucksache< Kunst

Drucksache Kunst
Drucksache Kunst

Die Freiheit der Kunst und der Wissenschaft beginnt mit der Erfindung des Buchdrucks – also mit der Zeit Gutenbergs -, das Mittelalter neigt sich dem Ende zu; das war vor ca. 500 Jahren.

Alle Künstlergenerationen seit dieser Zeit haben die Drucktechniken weiterentwickelt – bis heute. Drucktechniken hatten den Vorteil der preiswerten Vervielfältigung. Mit dieser Technik konnten Informationen jeglicher Art in die Bevölkerung transportiert werden. Die Mehrzahl der Menschen waren Analphabeten, darum wurde der Bilderdruck parallel zum Buchdruck entwickelt. Schon recht früh entstand neben den Hochdrucktechniken wie Buchdruck, Holzschnitt und Holzstich der Tiefdruck – Radierung, Kupferstich und Aquatinta. Künstler wie Dürer und andere Zeitgenossen haben Meisterwerke in diesen Drucktechniken geschaffen. Diese Drucke wurden auf den Märkten verkauft, sie waren auch für die weniger Betuchten erschwinglich. Dadurch kamen erstmals auch die einfachen Menschen in den Besitz von Informationen und Bildern von hoher Qualität. Mit dieser Entwicklung hatten natürlich diejenigen, die bisher das Monopol über die bildhafte Darstellung und das geschriebene Wort hatten, insbesondere die kirchlichen und weltlichen Machthaber, ihre Probleme. Zensur und Verfolgung von nicht genehmigten „Drucksachen“ wurden alltäglich.

Bis heute haben Künstler das Druckmedium mit ihren charakteristischen Ausdrucksmöglichkeiten genutzt und für eigene Darstellungsformen weiterentwickelt. Abgesehen davon, dass es eine Erweiterung der Ausdrucksmöglichkeiten war, hat es entscheidend zu einer Demokratisierung der Kunst allgemein und parallel zu einer Subjektivierung des Ausdrucks geführt.

In unserer kleinen Ausstellung, die Künstlerdrucke aus vielen Jahrhunderten zeigt, werden sowohl christliche als auch weltliche Themen aufgegriffen. Klassische Moderne und Gegenwart – Surrealismus, Expressionismus, Informel –, das Plakat und Künstlerbücher, also eine Verbindung von Bild und Text im Originaldruck – eine in der zeitgenössischen Kunst entwickelte Ausdrucksform – sind in vielfältiger Form in dieser Ausstellung zu sehen. Gezeigt werden Werke von Albrecht Dürer, Rembrandt, A. v. Ostade, Matin Schongauer, Paulus Potter, Wilfredo Lam, Daniel Traub, D. Brandstädter, Victor Ramirez, Uecker, Achenbach, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Hartmut Neumann, HAP Grieshaber, Andre Thomkins, Horst Janssen und anderen.

Warum diese Ausstellung in einer Freimaurerloge? Freimaurerei verstand sich in Deutschland über Jahrhunderte hinweg und bis heue als Trägerin aufklärerischer, klassisch-humanistisch inspirierter Ideale. Der Buchdruck war in diesem Zusammenhang eines der entscheidenden Mittel, um Aufklärung voranzutreiben. Demokratisierung der Kunst war in der Folge auch Demokratisierung der Gesellschaft. Logen verstehen sich dem „Wahren, Guten und Schönen“ verpflichtet. Insofern ist auch die Verbindung zur Druck-Kunst naheliegend.

Die Ausstellungseröffnung ist am 16. Februar um 19.00 Uhr im Logenhaus Deichstraße Nr. 3. Dietmar Brandstädter als Sammler dieser Stücke wird einige einführende Worte zur Drucktechnik und den Exponaten sagen. Die Ausstellung ist geöffnet Freitags und Sonntags von 16 bis 18 Uhr. Die Ausstellung läuft bis zum 18. März.

Vortrag über Waisenhaus-Projekt

Kinder aus dem indischen Kinderheim mit Frau Bölts
Kinder aus dem indischen Kinderheim mit Frau Bölts

Vor einigen Jahren wurde auf private Initiative ein kleines Waisenhaus in der Nähe der Stadt Madurai in Südindien gegründet. Sehr engagiert dabei ist Andreas Bölts aus Bremen, der Ihnen dieses gemeinnützige Projekt vorstellen möchte.

Der gemeinnützige Verein kümmert sich um die Versorgung der 13 Kinder mit dem Notwendigen: Verpflegung, Dinge des täglichen Bedarfs, Spielzeug, Einrichtungsgegenstände u.v.a. Selbstverständlich ist Bildung und Ausbildung ein wichtiger Eckpfeiler des Projektes, denn nur mit einer ausreichenden Schulbildung haben die Kinder auch dauerhaft eine Chance.

Zurzeit bemüht man sich um den Erwerb eines Grundstückes und den Bau eines Hauses, da das bisherige gemietete Gebäude in Zukunft nicht mehr zur Verfügung steht.

In jedem Jahr verbringen Mitglieder des Vereines einen Teil ihres Urlaubs in Indien, um vor Ort die zweckgerichtete und korrekte Verwendung der Geld- und Sachspenden zu prüfen und um verschiedene Dinge vor Ort zu regeln.

Dieses unbürokratische Hilfsprojekt kommt bis heute ohne Verwaltungskosten aus, jeder Cent fließt direkt an die Betroffenen. Andreas Bölts zeigt damit auch, wie einfach es im Grunde für jeden ist, anderen Menschen zu helfen und welche Freude man damit nicht nur anderen bereitet, sondern auch sich selbst.

Der Vortrag zeigt auch, wie positiv Hilfe sein kann. Er soll Lust machen, sich an diesem Projekt zu beteiligen – oder Mut machen, in anderer Form initiativ zu werden, auf jeden Fall: Spaß am Handeln und Helfen zu haben.

Freimaurer fühlen sich der Humanität und Selbsterkenntnis verpflichtet. Erfreulicherweise suchen Menschen vermehrt nach Werten, nach Sinn, Aufgaben und Inhalten und wenden sich auch wieder den Logen zu. So werden die Logen – und mithin auch die Hoyaer Loge – wieder zunehmend im Sinne einer lebenswerten Gesellschaft tätig.

Sie können die Gelegenheit nutzen, um sich unsere neu gestalteten Räumlichkeiten anzusehen, Sie können sich angesichts unserer informativen Ausstellung über Freimaurerei informieren und Sie können selbstverständlich Freimaurer treffen. Wobei Sie feststellen werden, dass Logen eine vertrauliche Gesellschaft sind, aber keine geheime.

Freitag, 4. November 2005 um 20.00 Uhr, Logenhaus Hoya, Deichstraße 3.

Mitreißender Vortrag über "Menschen für Menschen"

Michael Gröger als Referent
Michael Gröger als Referent

Auf Einladung der Freimaurerloge „St. Alban zum Aechten Feuer“ in Hoya referierte am 3. März 2005 in einer leider nur schwach besuchten Veranstaltung im Lindenhof Hoya Joachim Gröger, zusammen mit dem bekannten Schauspieler Karlheinz Böhm Mitbegründer und Mann der ersten Stunde der Hilfsorganisation „Menschen für Menschen“.

Spiegelglatte Straßen verhinderten sicherlich für viele Menschen den Besuch dieser lohnenswerten Veranstaltung. Schade, denn sie haben etwas versäumt: Siebzig Minuten dauerte der Vortrag – aber keinen Moment kam Langeweile auf. Gebannt hörten die Besucher dem Praktiker zu, wie er über die Hilfsprojekte der Organisation „Menschen für Menschen“ berichtete. Gerade angesichts des wachsenden Misstrauens und der problematischen Organisation von Spendenorganisationen – wie unlängst bei den zahlreichen Spendenaktionen angesichts der Flutkatatstrophe wieder gesehen – tat diese Schilderung gut. Denn „Menschen für Menschen“ bringt Hilfe zur Selbsthilfe, baut stark auf die Zusammenarbeit mit den bedürftigen Menschen vor Ort, lernt nicht nur an, sondern bildet die Menschen gezielt für die Projekte aus - im Rahmen einer vollwertigen Berufsausbildung werden Perspektiven geschaffen.

Darüber hinaus wird mit vergleichsweise einfachen Mitteln geholfen, die vor Ort dauerhaft zur Verfügung stehen. Joachim Gröger, selbst beim THW ausgebildet, zeigte in seinem eindrucksvollen Vortrag, wie wüstenartige Landschaften durch vergleichsweise einfache, aber durchgreifende Veränderungen in sprichwörtliche „blühende Landschaften“ verwandelt wurden.

Besonders stolz ist die Organisation „Menschen für Menschen“ darauf, dass sie im Mittel mit ledig-lich 7% Verwaltungskosten auskommt. „Es gibt Organisationen“, so Gröger, „bei denen kommt nicht einmal die Hälfte des Geldes am Einsatzort an.“ Anders bei "Menschen für Menschen": Erreicht wird dies unter anderem dadurch, dass der größte Teil der Mitarbeiter Äthiopier sind.

Unermüdlich sind auch die Helfer in Deutschland. Ungefähr 200 Vorträge hält Joachim Gröger jährlich – ehrenamtlich. Man merkt dies seinem Vortrag an: routiniert, informativ und kurzweilig. Und wie versprochen: fast ohne Elendsbilder, denn im Vordergrund steht die positive Botschaft, dass geholfen werden kann, wenn man nur will.

Die Besucher, die den Weg in den Lindenhof gefunden haben, waren begeistert. Im nächsten Jahr will die Loge den Vortrag wiederholen und bemüht sich schon jetzt um einen Termin.

Hoyaer Loge nimmt Arbeit wieder auf

Die Loge Hoya auf einer historischen Logenkarte Anfang des 19. Jahrhundert
Historische Logenkarte Anfang des 19. Jahrhundert

162 Jahre nach Schließung der alten Loge "St. Alban zum Aechten Feuer" hat am 27. Mai 2005 diese Loge ihre Arbeit wieder aufgenommen. Mit ordentlicher Einsetzung des Meisters vom Stuhl (Vorsitzender) durch die Großloge der Alten und Freien Angenommenen Maurer von Deutschland und im Beisein von mehr als 40 Freimaurern wurde die Loge in Arbeit gesetzt, die daraufhin mehrere neue Brüder aufnahm, weitere Aufnahmen stehen kurz bevor. Damit existiert 217 Jahre nach der erstmaligen Gründung die Hoyaer Freimaurerloge erneut.

Schon sehr früh hat es hier zwei Freimaurerlogen gegeben: die aus hier stationierten Offizieren bestehende Feldloge "Johannes zum Degen" und die bereits 1786 gegründete Hoyaer Loge "St. Alban zum aechten Feuer".

Warum die kleine Stadt Hoya bereits so früh über eine eigene Loge verfügte, ist derzeit nicht bekannt. Die auch zu dieser Zeit schon viel bedeutenderen Städte Nienburg und Verden hatten erst viel später Logen - Nienburg im Jahre 1815 die Loge "Georg zum Silbernen Einhorn" und Verden 1857 die Loge "Maria zum Rautenkranz". Selbst im nahem Bremen gründete sich erst ein Jahr nach der Hoyaer Loge die auch heute noch existierende Loge "Zum Ölzweig".